IPC-A-610

Im Zuge der Globalisierung wurden firmenspezifische und nationale Standards zugunsten international akzeptierter Richtlinien und Normen zunehmend aufgegeben.
Durch ihren hohen Grad an Aktualität und eine breite Beteiligung der Industrie bei der Weiterentwicklung sind IPC-Standards heute weltweit akzeptiert.
Die visuelle Inspektion (Sichtprüfung) gemäß IPC-A-610 dient zur Überprüfung der Abnahmeanforderungen in der jeweiligen Produktklasse.
Diese Prüfung umfaßt die folgenden Prüfschritte:

  • Allgemeinen Überblick über die Baugruppe
  • Jedes Bauteil und jeder Anschlußdraht bis zu seiner Verbindung
  • Die Lötstelle und den Übergang des Anschluss- oder Drahtendes, der in die Lötstelle verschwindet
  • Der Anschluss- /Drahtüberstand auf der Sekundärseite sollte am Schluss beurteilt werden

Aufgrund der immer kleiner werdenden Bauteile und des zunehmenden Anteils an verdeckten Lötstellen wird die Sichtkontrolle mit dem bloßen Auge zunehmend durch andere Kontrollverfahren wie AOI, AXI usw. ersetzt. Allerdings gelten auch dabei die gleichen Abnahmeanforderungen wie sie in der IPC-A-610 für die jeweilige Produktklasse beschrieben sind.

Die Lötstellen an BTC-Bauteilen lassen sich nur noch mit Röntgeninspektion überprüfen.